Darmspieglung

Bei der Darmspiegelung (Koloskopie) wird der Dickdarm auf Entzündungen, Polypen oder bösartige Neubildungen (Krebs) untersucht.
Im Vorfeld der Untersuchung werden mit Ihnen die Notwendigkeit, der genaue Ablauf und mögliche Komplikationen einer Darmspiegelung besprochen.
Damit das Darminnere gut beurteilt werden kann, ist am Vortag eine Darmreinigung mit einem speziellen Abführmittel notwendig, um den Darm von Speise- und Stuhlresten zu befreien. Das Abführmittel samt Anweisung erhalten Sie an unserer Rezeption.
In der Regel empfehlen wir, diese Untersuchung in einer Sedierung („Schlafspritze“) durchzuführen. Der Darm wird mit einem speziellen Endoskop (Koloskop) untersucht. Hierbei handelt es sich um einen etwa 1,5 m langen, flexiblen Schlauch von etwa 1 cm Durchmesser. Das Endoskop wird vom After über den gesamten Dickdarm bis zur Mündung des Dünndarms vorgeschoben. Zur besseren Beurteilung des Darms wird über das Endoskop Luft in den Darm gegeben, sodass sich dieser gut entfaltet. Beim langsamen Rückzug des Gerätes wird der Darm aufmerksam in allen Abschnitten begutachtet. Bei Auffälligkeiten der Schleimhaut können Proben mit der Zange entnommen werden. Ebenfalls können Polypen mit der Zange oder einer Schlinge abgetragen werden. Das entfernte Gewebe wird anschließend zur histopathologischen Untersuchung in ein geeignetes Labor geschickt.
Die Dauer der Darmspiegelung variiert je nach Aufwand, dauert in aller Regel ca. 20 Minuten. Anschließend ist eine Nachbeobachtungszeit in unserer Praxis notwendig.
Die Darmspiegelung ist insgesamt ein sehr risikoarmes Verfahren. Häufiger kommt es zu Blähungen durch verbleibende Gasmengen. Selten kann es nach einer Polypenentfernung zu leichteren Blutungen kommen.
Nur sehr selten ist mit ernsthaften Komplikationen zu rechnen